Burgfinken

27.02.11

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Die Kronberger Burgfinken

Zwischen 30 und 40 Kindern ab dem 6. Lebensjahr
trafen sich jeden Mittwoch um gemeinsam
mit ihrer Chorleiterin altes und neues Kinderliedergut einzuüben.

Highlight des Jahr war das "Weihnachtsmärchen", das jeweils am letzten
Ferienwochenende der Weihnachtsferien aufgeführt wird. Althergebrachte aber auch
teilweise umgeschriebene Märchen oder sogar Geschichten mit einer
"kleinen versteckten Moral" wie Themen zur Freundschaft, Umweltschutz und Toleranz usw...
wurden am letzten Ferienwochenende im Januar aufgeführt.
 

Jedes Jahr in den Weihnachtsferien stürzten sich die bis zu 40 Akteurinnen und Akteure
jeden Alters mit Feuereifer in die Proben- und BühnenbildArbeit.

Das im Januar 2003 aufgeführte Musical "Motz und Arti",
fand sehr  großen Anklang ...

2003 - Schlußbild "Mozart" - Musical Motz & Arti

 

Mundartabend 2003, Burg Kronberg

 

PRESSESTIMMEN

Hänsel und Gretel und viele Kinder zu Besuch in der Taunushalle

Kronberg (mw) – Es soll sogar Eltern gegeben haben, die auf ihren Skiurlaub verzichtet haben, damit ihr Kind sich auf seinen Auftritt bei den Burgfinken der 1. Kronberger Laienspielschar vorbereiten konnte. „Der Dank gilt den Eltern und allen Helfern, ohne die wir das Stück hätten nicht aufführen können“, erklärte Huber Käfer zu Beginn der Aufführung von „Hänsel und Gretel“. Das Engagement aller Beteiligten, vor allem der vielen spielenden und singenden Kinder hat sich gelohnt: die Spannung stand den vielen kleinen Zuschauern schnell ins Gesicht geschrieben, nachdem Hänsel (Silke Dietz) und Gretel (Sandra Hense), von der erzürnten Mutter zum Beeren sammeln in den Wald geschickt, schließlich ohne zu wissen, welche Gefahr ihnen lauerte, von den süßen Lebkuchen am Hexenhäuschen naschten… Zunächst jedoch wurden sie in der dunklen Nacht vom Mond und sieben Engeln bewacht, doch der schwarze Rabe Larifari – von der Hexe ausgesendet, um nach Menschenkindern zu suchen – führte sie geradewegs zum Hexenhaus. Der Auftritt der Hexe war der Höhepunkt für die kleinen Zuschauer, die das Märchen größtenteils schon zu kennen scheinten. „Wann kommt die Hexe, wann kommt die Hexe“, fragte so auch eine kleines Mädchen ihren Papa unüberhörbar in das Ohr. „Gleich ist es soweit“, versprach dieser und sollte recht behalten. Da kam sie schon aus ihrem Hexenhaus heraus…Die kleinsten Zuschauer werden Hexentanz von Michaela Dobbrunz wohl nicht so schnell vergessen, so überzeugend wie sie ihn vollführte. Grelle Schreie ausstoßend, tanzte die Hexe ihren Freudentanz und kündigte an, aus Hänsel einen dicken großen runden Lebkuchen backen zu wollen. Natürlich sorgte Michaela Dobbrunz, die das Märchenspiel für die Burgfinken bearbeitet hatte, trotz ihrem überzeugenden Hexensein dafür, dass das Stück ein Happy-End fand und so gingen alle Kinder und auch ihre Eltern gut gelaunt nach dem aufwändig inszenierten Stück nach Hause.
Für das gelungene Bühnenbild zeichneten Hubert Käfer, Hans-Peter Dobbrunz, Franz Kneissl und Helmut Ebner verantwortlich. Um die Technik kümmerten sich Oliver Ernst und Gottfried Schneider. Für die Spieler war nach diesem langen Nachmittag allerdings erst die Premiere geschafft, der zweite Auftritt in der Taunushalle folgte am darauffolgenden Tag.


Die Hexe testet schon einmal die Armdicke von Hänsel, der noch nicht ahnt, was sie mit ihm vorhat. Fotos: Westenberger
 

 

Aufführung mit viel Liebe zum Detail

Von Sabine Henrichs

Schönberg. Kindermusik tönt aus den Lautsprechern, die jedoch in fröhlichem Kindergeschrei untergeht. Unruhig rutschen die Jungen und Mädchen auf ihren Stühlen, laufen ungeduldig im Gang auf und ab oder decken sich mit Kaubonbons und Gummibärchen für die große Vorstellung ein, die sie gleich erwartet. Schließlich öffnet sich langsam der Vorhang und gibt den Blick auf eine hübsch eingerichtete Stube frei. Es ist die erste Szene des Märchenspiels «Hänsel und Gretel», das die Burgfinken der 1. Kronberger Laienspielschar am Wochenende in der Taunushalle spielten.

Die 20 jungen Schauspieler hatten in den vergangenen zwei Wochen nicht nur enorme Arbeit auf sich genommen, um das Stück innerhalb kurzer Zeit einzustudieren, sondern hatten auch auf einen Teil ihrer Ferien verzichtet, nur um auf der Bühne zu stehen. Nachdem sie bereits wenige Stunden vor der Theater-Aufführung fix und fertig geschminkt in die Kostüme geschlüpft waren, brannten sie schließlich darauf, ihr Stück dem Publikum zu zeigen.

«Hänsel und Gretel» lebte jedoch nicht nur durch das wunderschöne und vor allem sehr sichere Spiel der Kinder, die damit den wesentlich älteren Mitgliedern der Laienspielschar in nichts nachstanden. Auch die Kostüme wie die Schürzenkleider der Mädchen und die sehr aufwändigen Bühnenbilder trugen zu dem besonderen Theatererlebnis bei. Vor allem jedoch durch die vielen Lieder, die während der rund 90-minütigen Aufführung immer wieder angestimmt wurden, entstand eine kindgerechte Aufführung, die die die ganz Kleinen im Publikum ebenso begeisterte wie die Erwachsenen. So durften die Kinder im Publikum sogar mit den jungen Schauspielern Lieder wie «Brüderchen, komm tanz mit mir» oder «Ein Männlein steht im Walde» gemeinsam anstimmen.

Als Hänsel und Gretel von der Mutter in ihrem Ärger aus dem Haus gejagt wurden, weil sie lieber mit ihren Freunden herumtoben, als sich um die auferlegte Arbeit zu kümmern, finden sie sich im Wald wieder – einer schönen, von weißen Wolken umhangenen Bergkulisse mit Vogelgezwitscher, das im Hintergrund zu vernehmen war. Dies, aber auch der hell erleuchtete Mond, der in der Nacht am Himmel emporstieg, sowie der Ofen, aus dessen Inneren es nicht nur gefährlich rot flackerte, sondern aus dem zudem Rauch aufstieg, zeigten ebenso, dass bei der Aufführung mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Einen besonders hübschen Anblick boten die in weißen Gewändern gekleideten Engel, die mit einem heimeligen Licht in den Händen auf die dunkle Bühne traten, um Hänsel und Gretel in der finsteren Nacht zu beschützen.

Mit einem erstaunten «Oh» bewunderten die Kinder das Knusperhäuschen der Hexe, das mit echten Süßigkeiten bestückt war, und davon durfte zur Freude der Jungen und Mädchen am Ende einer zauberhaften Aufführung tatsächlich genascht werden.

 

Burgfinken proben in der Backstube - TaunusZeitung, 08.01.04

"Ganz langsam sprechen, einen Satz nach dem anderen, nicht so schnell", ruft Hubert Käfer den Kindern auf der Bühne zu. "Die sind noch ein wenig aufgeregt, aber das legt sich bis zum Wochenende", fügt er erklärend hinzu.
Nur acht Mal haben die Burgfinken, der Kinderchor der 1. Kronberger Laienspielschar, sich zum Proben für das Märchen "Die kleinen Heinzelmännchen" getroffen. Aber die beiden Regisseure Michaela Dobbrunz und ihr Vater Hubert Käfer sind sich sicher, dass Text und Gesten bis zur Premiere am Samstag sitzen.

Gerade wird die Szene in der Backstube von Bäckermeister Hefekranz geprobt. Der hat Besuch vom Bürgermeister, der eine riesige Torte bestellt, die bis zum nächsten Tag fertig sein soll. Keine leichte Aufgabe für den Bäcker, und so legt er erst einmal ein Ruhe-Päuschen ein.
"Wenn Du schnarchen willst, dann schnarche. Aber nicht lachen", schlägt Käfer Christian Dobbrunz vor, der den Meister in der Backstube spielt. Immer wieder unterbrechen die beiden Spielleiter die Probe, um den jungen Darstellern Tipps zu geben oder vorzumachen, wie sie sich auf der Bühne bewegen müssen, damit es "gut rüberkommt". Auch die Heinzelmännchen machen noch nicht alles perfekt, lassen sich ablenken von den fleißigen Näherinnen, die am Bühnenrand die letzten Spitzenhäubchen für die Aufführung fertigen.

Apropos Heinzelmännchen: Sie stehen im Mittelpunkt der Geschichte, die die vor einem Jahr verstorbene Hanna Feldmann für die Burgfinken nach einem Gedicht niedergeschrieben hat. Das Stück ist bereits Mitte der 90er-Jahre aufgeführt worden und kam damals so gut an, dass die Laienspielschar es wieder auf den Spielplan gesetzt hat. Kein Wunder, denn die Heinzelmännchen, die während des Stückes nicht nur in der Backstube, sondern auch in der Werkstatt von Malermeister Pinsel und Schneidermeister Nadelmann auftauchen und kleine Wunder vollbringen, sind schon putzige Kerlchen, die bei jedem ihrer Auftritte fröhlich singend auf die Bühne marschieren.

"So ist das Tempo gut", lobt Käfer inzwischen. "Aber schaut nicht so oft ins Textbuch, lasst euch von der Souffleuse helfen", rät er den Bäckergesellen. Bereits seit Jahrzehnten führt die Jugendgruppe der Laienspielschar zu Jahresbeginn Märchen oder Musicals auf. Das Angebot kommt gut an. So gut, dass der Chor der Burgfinken mittlerweile auf 45 Sängerinnen und Sänger angewachsen ist. "Den Kindern muss aber klar sein, dass bei uns in erster Linie gesungen wird", sagt Käfer. "Theater wird nur einmal im Jahr gespielt." Dabei sammeln die Kinder Erfahrungen, die nach Ansicht des 69-Jährigen wichtig sind. "Sie bekommen Selbstsicherheit, lernen, sich zu konzentrieren und sich vor einem größeren Publikum darzustellen." Aber auch die kleinen Zuschauer kommen am Wochenende auf ihre Kosten: Sie dürfen zum Beispiel dem Bäckermeister zurufen, mit welchen Zutaten er seine Torte backen soll. Das leckere Backwerk mit einem Meter Durchmesser ist zwar aus Styropor, aber so länger haltbar. Schließlich wird das Märchen zwei Mal aufgeführt: am Samstag und am Sonntag, jeweils um 16.30 Uhr in der Taunushalle. Nach jeder Aufführung dürfen die Kinder aus dem Publikum auf die Bühne stürmen und den Schauspielern die Hand geben. Wer weiß, vielleicht kann der eine oder andere dabei sogar ein Autogramm abstauben.

 

Heinzelmännchen wuseln bei Maler Pinsel

TaunusZeitung, 13.1.04 - Von Sabine Henrichs

Schönberg. Es ist ihr großer Auftritt und für die Jungen und Mädchen gleich zu Beginn des Jahres das absolute Highlight. "Oft sorgen sie für Zwist zu Hause, weil sie viel lieber proben möchten, als in den Winterurlaub zu fahren", erzählte Michaela Dobbrunz.

Am Wochenende wuselten viele kleine Heinzelmännchen durch die Taunushalle. Gleich zwei Mal begeisterten die Kinder der ersten Kronberger Laienspielschar und der Burgfinken mit dem Märchenspiel "Die kleinen Heinzelmännchen" ihr Publikum. Das Stück sorgte nicht nur für Spaß und Freude der kleinen und großen Zuschauer, sondern wurde zudem zu Ehren von Hanna Feldmann gespielt. Die im vergangenen Jahr verstorbene Ehrenbürgerin der Stadt hatte das Stück nach der Geschichte der "Kölner Heinzelmännchen" umgeschrieben und in die heutige Zeit versetzt.

Zwei Gartenzwerge ? das ist der große Geburtstagswunsch der kleinen Julia. Dieser sollte sich auch erfüllen, denn tatsächlich kommen zwei kleine Männchen mit roten und gelben Zipfelmützen zum Vorschein, als sie die zwei großen Geschenke auspackt. Wie sich jedoch schnell herausstellt, sind Boss und Vize keine gewöhnlichen Zwerge und so erzählen die beiden in kleinen Anekdoten von ihren Heldentaten, mit denen sie so manchen Menschen aus einer Misere helfen konnten.

Bunt geht es zu in der großen Malerwerkstatt von Meister Pinsel. Doch anstatt mit Farbtöpfen zugange zu sein, bevorzugen es die beiden Gesellen Grau und Blau, ein Nickerchen zu machen. Da kommt es gelegen, dass sich der Meister zu einem wichtigen Termin verabschiedet, und so muss der Schrank von Bürgermeister Gründlich noch ein wenig warten, bis er ein neues Aussehen verliehen bekommt.

"Tip tap, tip tap" ? leise singend schleichen sich plötzlich 20 kleine Heinzelmännchen in die Malerwerkstatt und machen sich geschwind an die Arbeit, um sich anschließend auf Zehenspitzen wieder hinauszuschleichen. Mit ihren bunten Mützen und Schürzchen sehen die kleinen Wichte putzig aus. Klar, dass auch die vielen stolzen Eltern und Großeltern im Publikum ihre Kamera zücken und diesen Anblick festhalten.

Nicht nur Blau und Grau trauen ihren Augen nicht, als sie aufwachen und den fertig restaurierten Schrank sehen. Auch Bürgermeister Gründlich ist begeistert und verspricht, die Malerwerkstatt weiterzuempfehlen, nicht ohne dabei augenzwinkernd auf ein heißes Eisen einzugehen, das in diesen Tagen in der Kronberger Politik heftig diskutiert wird. "Vielleicht sollte die alte Grundschule noch einmal angestrichen werden, damit der Schandfleck in Würde abgerissen wird", meinte der Bürgermeister unter dem Lachen des Publikums.

Ebenso still und heimlich helfen die kleinen Heinzelmännchen auch in der Bäckerei von Meister Hefekranz und auch Meister Nadelmann kommt in den Genuss der Hilfe der kleinen Zwerge. Die Freude, mit der die 34 Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren über die Bühne wirbelten, war ihnen deutlich anzumerken und auch die acht Proben, in denen sie das Stück eingeübt hatten, konnten die kleinen Schauspieler kaum abwarten. So zeigten sie mit der Geschichte der kleinen Heinzelmännchen nicht nur ihr aufkeimendes schauspielerisches Talent, sondern auch, dass es manchmal schöner sein kann, auf der Bühne zu stehen, als in den Urlaub zu fahren, denn einen tosenden Applaus bekommt man dort sicherlich nicht.

 

Im Reich der Märchen kennt Fantasie keine Grenzen

(entnommen aus der Taunuszeitung vom 16.01.2002)

Mit Asche beschmutzt und in Lumpen gehüllt ist das Arme junge Mädchen, gespielt von Regina Stroh, die das Geschimpfe der bösen Tante, über sich ergehen lassen und dich die Belustigungen der beiden Schwestern anhören muss. Welches Märchen die Kronberger Burgfinken spielen, ist schnell zu erraten. Es handelt sich um eine Aufführung vom Aschenputtel. Der Kinderchor der ersten Kronberger Laienspielschar spielt dieser Tage zum 32. Mal ein Weihnachtsmärchen für Kinder von Kindern. Die bekannte Geschichte wurde von Hanna Feldmann etwas umgeschrieben, doch gerade das macht es aus, denn im Reich der Märchen kennt die Fantasie keine Grenzen. Als Aschenputtel auf der harten Holzbank einschläft, erscheinen ihr im Traum drei Wunschfeen in weißen, glitzernden Gewändern. Sie schweben zum Gesang herein und erzählen ihr von dem Zauberbaum, der ihr drei Wünsche erfüllen wird. Ob die Zuschauer gut aufgepasst haben, zeigt sich später, als Aschenputtel sie um Hilfe bittet, den sie hat den Zauberspruch vergessen, den sie dem Baum sagen muss. Die Kinder aus dem Publikum erinnern sich und rufen ihr Bäumchen rüttel dich und schüttel dich zu. Hilfe bekommt das gutherzige Mädchen auch von ihren Täubchen. Den kleinen weißen Vögeln wurde antrainiert vor und nach jedem Satz zu gurren. Viel Arbeit und Mühe stecken hinter den tollen Kostümen. Hubert Käfer verrät, dass 70 Stunden allein ins Nähen investiert wurden. Zu den prächtigen Kostümen gehören auch unterschiedliche Frisuren. Die Kulisse hält ein weitere Überraschung parat, so kommt aus dem Zauberbaum ein wunderschönes Ballkleid zum Vorschein und eine Kutsche, die mit Gold und Silber geschmückt ist. Beim Ball im Schloß sorgen die Schwestern Malwine, Jennifer Fuchs und Gesine, Charlotte Harbers, für Amüsement. Sie stellen sich ganz tolpatschig beim tanzen an und trampeln zur Musik. Prinz Reinhold, Christian Dobbrunz, ist von ihnen nicht sehr angetan, doch alles, was ihm von der unbekannten Schönen bleibt, ist der goldene Schuh. Es kommt zum glücklichen Ende, und sogar den bösen Schwestern vergab das gute Aschenputtel.

Am Ende des Stückes durften alle Neugierigen die Kulissen aus nächster Nähe anschauen. Seit 1972 gibt es den Kinderchor bereits, und heute zählt er in zwei Gruppen über 40 Kinder. 

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Stand: 28.03.09