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Juni 2008 - Kronberger Bote

Beim diesjährigen Hessentag im nordhessischen Homberg/Effze vertraten die Mitglieder der 1. Kronberger Laienspielschar, musikalisch unterstützt von Ihrem neuen Chorleiter Wolfgang Schmitt-Gauer, erstmalig ihre Heimatstadt.

 

Gemeinsam mit der Laternenkönigin aus Bad Homburg, der Kanoniergesellschaft Oberreifenberg, den Marching Drummers Steinbach, der Festungsgarde Königstein und der Stadt Oberursel - Hessentagsstadtt 2011 vervollständigten sie das Bild des Hochtaunuskreises.

 

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehm gemäßigten Temperaturen reihten sich die 17 Damen und Herren in ihren nassausischen Trachten in den farbenfrohen, 11km langen Hessentagszug ein. Die Zuschauer am Zugweg genossen den mitgebrachten Äppelwoi aus Kronberger Bembeln, offensichtlich eine begehrte, seltene Köstlichkeit in Oberhessen!

Immer wieder stimmten sie begeistert in den Refrain der vorgetragenen Lieder mit ein. „Nur die Hesse net vergesse, die sinn wunderbar …“ wurde zum Dauerbrennen des Tages und mit Begeisterung, Geschunkel, Klatschen und Gelächter aufgenommen.

 

Hier und da wurden spezielle Liedwünsche wie z.B. das „Hessenlied“ erfüllt und immer wieder erklang das Loblied auf das Heimatstädchen im Taunus, das vom Taunus die Kron ist … „Kronberg Du bist a mei alles …“

 

Als eine von 31 Trachtengruppen aus ganz Hessen wurde die 1. Kronberger Laienspielschar von der Leitung des Hessentages eingeladen, sich und ihre Kronberger Tracht im Umzug vorzustellen. Die Mitglieder nahmen diese Einladung gerne an und verbrachten einen tollen – wenn auch anstrengenden Tag – in dem oberhessischen Städtchen mit der schönen Altstadt. Ein wenig heiser nach 3 Stunden Umzug mit durchgehendem Gesang traf die Kronberger Abordnung am Sonntag abend wieder in Kronberg ein – mit dem Vorhaben: „Hessentag 2009 Langenselbold, wir kommen!“

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März 2008 - 70 Bürger bewanderten bei Eiseskälte den Altstadt-Laternenweg

Quelle hochtaunus.de

Kronberg (kb) – Der unabhängige Bürgermeisterkandidat Klaus Temmen hatte zu einem Rundgang über den Altstadt-Laternenweg eingeladen und rund 70 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung trotz eisiger Kälte gefolgt.
Zu Beginn erläuterte Klaus Temmen die kurze Historie des Laternenweges. Die Initiative hierzu sei vom Kronberger Kulturkreis und dem Aktionskreis Lebenswerte Altstadt gekommen. Die Scherenschnitte wurden vom Künstler Albert Vökl gestaltet und zeigen Motive aus der wechselvollen Geschichte Kronbergs.
Der Laternenweg führt aktuell durch den Kern der Altstadt von Kronberg. „Das Projekt ist aber auf mehrere Jahre hin angelegt und der Weg wird sicher noch Erweiterungen erfahren. Einige hiervon sind schon in Arbeit“, erläuterte Temmen und ergänzte, dass er sich auch in Schönberg und in Oberhöchstadt Laternenwege vorstellen könne. „Auch diese beiden Stadtteile haben eine wechselvolle und lange Geschichte, sodass dort an Motiven kein Mangel herrschen dürfte.“


Anschließend begann unter der Führung der Kronberger Laienspielschar mit ihrer Ersten Vorsitzenden Petra Nauheim an der Spitze die Führung über den Weg. Die Laienspielschar gestaltete die Führung als echte Erlebnisführung, indem sie die Erläuterungen zu den Scherenschnittmotiven immer mit kleinen gespielten Szenen ergänzte.
„Die Führungen über den Laternenweg sollen in Zukunft regelmäßig für Besucher und Bürgerinnen und Bürger der Stadt durchgeführt werden. Besonders junge Menschen und Neubürger unserer schönen Stadt haben hier die Möglichkeit, etwas über die Geschichte Kronbergs zu erfahren.“

 

 

 

 

 

 

Mundartabend, 26. Juni 2006 auf der Burg

"Hanna hätte ihre Freude gehabt"

Taunuszeitung - Von Sabine Henrichs
 

Kronberg. «Dibbegugger», «Schniss», «Nassauer» – nicht jeder kann mit diesen Worten etwas anfangen. «Traurig», findet das Helmut Ebner, Vorsitzender der Kronberger Laienspielschar, zeige doch gerade der Dialekt die Verbundenheit mit der Heimat.

In Kronberg zumindest kann es um diese Verbundenheit so schlecht nicht bestellt sein. Am Sonntag ließ sich nämlich ein großes Publikum auf der Burg vom hessischen Dialekt begeistern. Unter dem Motto «Wie’s die Hanna geschribbe hat» widmete die 1. Kronberger Laienspielschar ihren Mundartabend der verstorbenen Ehrenbürgerin der Stadt, Hanna Feldmann, die zahlreiche literarische Schätze aus der eigenen Feder hinterlassen hatte.

Dass durchaus auch junge Menschen für Mundart zu begeistern sind, zeigte der große Kinderchor. Unter der Leitung des neuen Dirigenten Günter Werner stimmten die Jungs und Mädchen Lieder wie «Ich lieb den Frühling» oder die kanonartige Volksweise «Schön ist die Welt» an. Ganz mutige Kinder hatten sogar kurze Gedichte vorbereitet, die sie in perfektem Dialekt vortrugen. So auch Miriam Ochs, die sich statt «Sauerkraut und Ribbe» lieber Fleisch auf ihrem Teller wünschte, denn da wäre sie auch am Tisch «geblibbe».

Gedichte zum Schmunzeln und Lachen hatte auch der gemischte Chor unter der Leitung von Agnes Gottschalk vorbereitet. Da wägte sich Hubert Käfer in einem Urlaubsparadies, Eva Stroh beschwerte sich über das schlechte Wetter, das jedoch Petrus’ Ressort bleibe und Heike Limberger-Fuchs hatte ihre eigene Ausrede, um nicht auf ihren geliebten Erdbeerkuchen mit Sahne verzichten zu müssen: «Die Erdbeerzeit, die is’ doch bald vorbei».

In einem Sketch von Birgit Ritschel, Petra Nauheim und Heike Limberger-Fuchs versuchten zwei Hessinnen, einer auswärtigen Frau zu erklären, was ein «Nassauer» ist. Erst nach eingehender Erläuterung verstand sie, dass es sich dabei um einen kurzen Regenschauer handelt. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Burgtrios, bestehend aus Helmut Ebner, Klaus Temmen und Karl Herrmann, die es wieder einmal verstanden, mit ihren Liedern die hessische Mundart nicht nur hör-, sondern auch erlebbar zu machen. Wie einst Hanna Feldmann.

Musikalischer Sommergruß in der Zehntscheune

12. September 2004

Kronberg. Zum ersten Mal, live und mit vielen Besuchern veranstaltete die 1. Kronberger Laienspielschar jetzt ein Sommerkonzert in der Zehntscheune. Anfangs war man sich im Chor etwas unsicher, ob für das Konzert genügend Zuhörer zu finden wären, aber bei dem umfangreichen Repertoire mussten sich die Sänger schließlich keine Sorgen machen.

Fast jeder Stuhl in der Scheune war besetzt, denn den musikalischen Sommergruß wollte sich kaum einer entgehen lassen. Gleich vorneweg mussten die kleinsten Sänger ihren Mut und ihr Können beweisen. Und zu einem richtigen Sommerkonzert gehört auch ein Sommerlied. So nahmen die Jungs und Mädchen die Zuhörer mit auf eine Urlaubsreise durch die «Sommerzeit» – Hauptsache, keine Schule.  Der Liedermacher Rolf Zuckowski versteht es immer wieder, mit seinen Liedern die Empfindungen der Kinder zu treffen. Seine Freude am Singen brachte in der Zehntscheune der gemischte Chor zum Ausdruck. Mit den Liedern «Ich sing ein frohes Lied für dich» und «Wo Musik sich frei entfaltet» erfüllten die Sänger die Scheune mit ihr Lust und Liebe für die Musik.

Der Jugendchor präsentierte sich mundartlich, so wie es sich die Laienspielschar auf die Fahnen geschrieben hat. Wer Probleme mit dem Verständnis hatte, brauchte nur seinen Nachbarn zu fragen und schon wurde gedolmetscht. Thorsten Conradi begleitete den Chor auf dem Klavier, als die Damen sich musikalisch in die Puszta begaben und sich sanft zur Melodie des «Ungarischen Tanz» wiegten.

Die Klassiker unter den ausgewählten Liedern sorgten für gute Unterhaltung beim Publikum. In vielen Reihen wurde mitgesummt oder mitgesungen. Ein echter Ohrwurm war da der «Kleine grüne Kaktus», den die Mitglieder des Jugendchores besungen. Doch es wurde nicht nur deutsch gesungen. Abwechslung für die Chormitglieder und das Publikum gab es mit Liedern wie «Swing Low, Sweet Chariot» und «Amazing Grace». Schnell wurde klar, dass auch die moderne Musik für die Kronberger Laienspielschar keine Probleme darstellt. Und so ging die musikalische Sommerreise weiter nach «Moskau bei Nacht».

Für so viele musikalische Leckerbissen gab es vom Publikum anhaltenden Applaus, vor dem sich auch die kleinen Sänger ehrfürchtig verneigten. Zufrieden mit ihrer Schar zeigten sich auch die Leiterin des Kinderchores, Michaela Dobbrunz, und die musikalische Leiterin, Agnes Gottschalk.
 

Weihnachtskonzert 2003
Stimmungsvolle Melodien zur stillen Nacht

TaunusZeitung, 27.12.03 - Von Christine Stroh

Mit ihrem traditionellen Weihnachtskonzert hat die 1. Kronberger Laienspielschar für festliche Stimmung in der Johanniskirche gesorgt.

Gleich zu Beginn ließ die Flötengruppe mit "Hört ihrs klingen" die passende Atmosphäre entstehen. Mit zarten, engelsgleichen Stimmen sangen die Jüngsten des Kinderchors unter der Leitung von Michaela Dobbrunz zum Auftakt "Eine Tür tut sich auf". Die etwas Älteren stimmten danach "Das Wunder geschieht" an, bevor sie mit den Erwachsenen zusammen "Seht, es kommt die heilige Zeit" vortrugen. Der Frauen- und Kinderchor brachte mit dem Lied "Tausend Lichter" die Kirche gesanglich zum Leuchten. Bei "Leise rieselt der Schnee" konnte sich der Zuhörer bildlich die weiße, glitzernde Winterlandschaft vorstellen.

Das "Largo", unterstützt von Thorsten Conrady am Klavier, ließ eine feierliche Atmosphäre entstehen. Diese hielt Sopranistin Karin Eickholt aufrecht, als sie, begleitet vom Frauenchor, "Wenn ich ein Glöcklein wär" sang. Die 13 Musiker des Mandolinen-Vereins Musikfreunde Sulzbach 1928, dirigiert von Marcus Faul, sorgten mit ihren Instrumenten für eine klangliche Abwechslung, als sie "In der Kirche", "Morgengebet" und "Süße Träumerei" von Tschaikowsky spielten. Später begeisterten sie nochmals mit "Jesus bleibet meine Freude".

Bevor der Chor "Weihnacht! Fest des Friedens" sang, priesen die Kinder mit "Ehre sei Gott" freudig den Herrn. Heike Fuchs, Simone, Gottschalk, Petra Herr, Petra Nauheim, Annette Reinhardt und Birgit Ritschel verzauberten das Publikum mit "Aus dem dunklen Himmel". Besinnlich und zugleich stimmgewaltig ertönte "Transeamus", gefolgt von "Der Heiland ist geboren". Während der Chor den "Stern von Bethlehem" am Himmel funkeln ließ, war es bei den Solisten Helmut Ebner, Herbert Jäger, Karl Herrmann und Klaus Temmen der "Weihnachtsstern", der hell leuchtete. Gemeinsam mit Gerhard Zittwitz sangen sie außerdem "Weihnachtsglocken".

Ebenso bezaubernde Klänge entlockte Chorleiterin Agnes Gottschalk den Sängerinnen bei "Friedenslicht der Nacht". Abermals besinnlich wurde es mit "Still, wer Gott erkennen will", "Das ist die Nacht" und "Heilige Nacht". Bei dem facettenreichen Programm, das mit einer Vielzahl an neuen, modernen Liedern gespickt war, durften allerdings traditionelle Klassiker wie "Engel singen Jubellieder", "Still, still" und zum krönenden Abschluss "Stille Nacht, Heilige Nacht" nicht fehlen.

Anlässlich des Todes von Hanna Feldmann in diesem Jahr, stimmte ihr zu Ehren das Burgtrio das von Feldmann in Mundart geschriebene Lied "Siehste wenn's draußen schneit" an.

Bevor die Besucher in den dunklen Winterabend entlassen wurden, sangen alle noch gemeinsam "O du Fröhliche".
 

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- Kronberger Bote, 17.07.2003 -

In Mundart klingt selbst das Fluchen "naturell"....

 Kronberg (sa) - Es ist unumstritten, dass der Dialekt eine ganz eigene Sprache ist. "Es steckt mehr Kraft dahinter und so klingt auch das Fluchen naturell, denn bei uns ist niemand irr, sondern meschugge. Wir schimpfen nicht, sondern schelten. Zudem klinge "Dippe" und "habbe" genauso gut wie die hochdeutsche Variante". "Dialekt ist mir von Kindesbeinen vertraut. Es ist eine Sprache, die dorsch un' dorsch klingt", so Helmut Ebner.

 Begeisterung löste die 1. Kronberger Laienspielschar mit jhrem Mundartabend. auf der Burg aus. Unter dem Motto "Heut' is' Kerb, moje is' Kerb" brachte die Gruppe ihre zahlreichen Zuschauer zum Lachen und Schmunzeln.

 Wurde die Mundart früher stets belächelt, ist sie heutzutage wieder ganz groß im kommen. Seit über 30 Jahren pflegt die Laienspielschar die ortsbezogene Mundart und das kommt beim Ppublikum unübertrefflich gut an. In ihrem Programm rezitierten, sangen und spielten sie frei nach Texten von Rudolf'  Dietz oder Hanna Feldmann und erzählten Anekdoten aus dem Leben. Mit einem großen Applaus wurden die Burgfinken auf der Bühne begrüßt, die mit "Zwei kleine Wölfe" und "Ritter Klapp vom Klapperbath" die Eröffnung des bunten Abends übernahmen. Auch die kleinsten Mitglieder zeigten, dass sie die Mundart bereits beherrschen, auch, wenn noch nicht ganz ausgeprägt.

 "Fröhlich klingen unsere Lieder" behauptete dagegen der Chor. Während die Männer in Nassauer Trachten das Konzert meisterten, hatten sich die Frauen für die traditionelle Kerbetracht entschieden. Neben den zahlreichen Liedern wie das bekannte "Geh' aus mein Herz", das .sie als Kanon präsentierten, sowie "Wo Musik. sich frei entfaltet" und "Jetzt kommen die lustigen Tage" waren es vor allem die Rezitationen, die das Stimmungsbarometer in die Höhe schnellen ließen. So verriet Annette Reinhardt einige Beschaffungsmaßnahmen für Kerbegeld, denn schließlich zeigen sich nicht nur Vater und Mutter spendabel, auch die Großeltern und Tanten erweisen sich als sichere Einnahmequellen. Dagegen fiel der Kerbekuchen dem Durst des Bäckers zum Opfer und nahm eine dunkelbraune Farbe an, während der Bäcker selbst in einer Kneipe saß. "Doch der Bäcker nahm es gelassen, denn wenn noch nichts verbrannt sei, habe man auch noch nichts gebacken", rezitierte Hubert Käfer.

 Eine kleine eigene Fangemeinde hat bereits das Burgtrio, bestehend aus Helmut Ebner, Karl Herrmann und Klaus Temmen. Ihre Einzigartigkeit stellten sie nicht nur mit "Mir drei sin vom Taunus" eindrucksvoll unter Beweis. Mit dem Lied "Die Rose" erzählten sie von dem Versuch, an einem Schießstand eine Rose zu treffen, um damit der Freundin zu imponieren. Der Frauenchor setzte dagegen auf traditionelles Liedgut wie "Kalinka" und "Ungarischer Tanz No. 6" von Johannes Brahms. Bei ihrem zweiten Auftritt verbreiteten die Burgfinken mit "Mein kleiner grüner Kaktus" und "Ein Vogel saß auf einem  Baum" allseits gute Laune..

 Was ist eigentlich 28 durch 7? Eine Aufgabe, die einem echtes Kopfzerbrechen bereiten kann, wie der Sketch ?Die Matheaufgabe? eindrucksvoll vermittelte. Dass man solch einen "Mist" gar nicht braucht, fand auch eine junge Schülerin und wendet sich hilfesuchend an ihren Vater. Obwohl dieser in eine Zeitung vertieft ist, versucht er seiner Tochter auf die Sprünge zu helfen und das - sehr zum Leidwesen der Mutter, die gerade mit dem Bügeln der Wäsche beschäftigt ist - mit sehr merkwürdigen Beispielen. So versucht er, 28 Schneewittchen auf sieben Zwerge und 28 Wölfe auf sieben Geißlein zu verteilen. Als seine Tochter sich immer noch begriffsstutzig zeigt, nachdem er ihr 28 Wecker andrehet möchte, damit sie um sieben Uhr aufstehen kann, kommt er auf die Idee, seine Frau zu Bäckerei zu schicken, um 28 Kuchen zu holen, die anschließend durch sieben Leute aufgeteilt werden sollen. "Das ist doch unmölich. Dann müsste jeder vier Kuchen essen Das ist eindeutig zu viel", schüttelte die Tochter energisch den Kopf.

Nach dem Sketch "Kerbekuchensamstag der die ereignisreichen und aufregende Stunden des Vorkerbetages .schilderte, veraschiedete sich der Chor mit' dem Volkslied "Kein schöner Land" von seinem begeisterten Publikum.

Weihnachtskonzert 2002

 

Am Nachmittag des vierten Advent sind alle Bänke in der Johanniskirche / Kronberg besetzt, doch die Plätze reichen ebenso wenig wie die ausgedruckten Programme. So müssen einige Besucher, teils sogar mit Kleinkindern auf dem Arm, mit Stehplätzen vorlieb nehmen.

Vor den großen, mit Strohsternen geschmückten Tannenbäumen singen die Chöre der ersten Kronberger Laienspielschar unter der Leitung von Agnes Gottschalk und die Kronberger Burgfinken unter Michaela Dobbrunz weihnachtliche Lieder, das Mandolinen-Orchester Sulzbach und die Kronberger Flötenspielerinnen musizieren.

Mit viel Freude bringen die jungen Burgfinken ( es sind fast ausschließlich Mädchen) und die Sängerinnen und Sänger der Laienspielschar die bekannten, traditionsreichen Melodien zu Gehör: O Tannenbaum, Süßer die Glocken nie klingen, Vom Himmel hoch, Dona nobis pacem, Stille Nacht und natürlich die beliebten Schneelieder: Schneeflöckchen, Weißröckchen, das sehr gefühlvolle White Christmas und Leise rieselt der Schnee, doch draußen strömt leider nur Regen. Aber wer denkt bei den beliebten Weihnachtsliedern schon an realistische Darstellung ? Weihnachtszeit du stille Zeit ? ist ja auch nicht unbedingt wirklichkeitsnah. Möge Frieden auf Erden sein, dieser Wunsch kommt in vielen der Lieder vor. Ach ja Herr Bush, wie schön wäre es ......

Mit O du fröhliche zum Mitsingen, in das wohl alle Besucher einstimme, klingt das festliche Konzert aus. Mit herzlichem Beifall danken die Zuhörer den engagierten Sängern und Ihren Leiterinnen.

(entnommen aus dem Kronberger Boten vom 09.01.2003)

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Bunte Folge von Liedern, Gedichten und Sketchen beim Mundartabend

 

 Seit 1969 besteht nun bereits die Kronberger Laienspielschar. Und auch heute - 33 Jahre - später begeistert die Truppe immer wieder Jung und Alt mit ihren Aufführungen. Der Pflege der Mundart haben sich rund 45 Kronberger und Kronbergerimmem im Alter von 6 bis 86 Jahren verschrieben. Ein- bis zweimal jährlich findet so also ein Mundartabend auf der Kronberger Burg statt, an dem Hessisch gebabbelt wird, wie es sich für waschechte Kronberger gehört. Und auch in diesem Jahr amüsiert sich das Publikum, welches jeden Stuhl im Terracotasaal der Burg besetzt hatte, köstlich. Nach einer kurzen Begrüßung versammelt sich der große Chor der Laienspielschar auf der Bühne, um unter der Leitung von Agnes Gottschalk mit dem Lied Die Welt ist voll Musik von K. Fischbach das Publikum musikalisch auf den Abend einzustimmen. Der Chor wird von Thorsten Conrady an der Orgel beziehungsweise am Klavier begleitet, singt aber auch viele Lieder a capella. Heimatgebundene Volkslieder wie zum Beispiel Im Frühling von R. Zybal, Frühlingsgruß von Robert Schumann oder Wohlauf in Gottes schöne Welt von G. Gunsenheimer, ließen eine ruhige, gemütliche Stimmung aufkommen. Lustige Gedichte und Geschichten von Autoren aus der näheren Umgebung, wie unter anderem von Bickerle, Brückel und Quilling, erheiterten die Zuschauer, die ihr Wohlgefallen durch kräftigen Appöaus bekundeten. In feinstem Hessisch wurden diese von einzelnen Mitgliedern der Laienspielschar vorgetragen. Musikalisch sehr einfühlsam und auf hohem gesanglichem Niveau trug das Burgtrio, bestehend aus Helmut Ebner, Karl Hermann und Klaus Temmen, Die erste Liebschaft vor. Das Burgtrio, von Gottschalk am Klavier begleitet, ist mit seinen eigenen Liedern weit über die Grenzen Kronbergs hinaus vom Odenwald bis nach Marburg bekannt.

Ein allen Kronbergeren wohlbekannter Herr, Hubert Käfer, betrat gemeinsam mit Helmut Ebner die Bühne, um die Lachmuskeln der Zuschauer aufs Neue zu strapazieren. Gemeinsam spielten sie den Sketch Die Landvermesser. Und so ging es weiter: Die bunte Folge von Liedern, Gedichten und Sketchen ließen keine Langeweile aufkommen. Alle an diesem erfolgreichen Abend Beteiligten zeigten in beeindruckender Art und Weise, über welch kreatives Potenzial die Kronberger Laienspielschar verfügt.

(entnommen aus dem Kronberger Boten vom 11.07.2002)

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Agnes Gottschalk feiert ihr Dirigentenjubiläum

Auf 30 Jahre Dirigentendasein kann die Kronbergerin Agnes Gottschalk zurückblicken. Dabei fing im Jahre 1972 alles an, als die Erzieherin und gebürtige Fischbacherin im Kronberger Kindergarten mit Ihrer Kindergartengruppe das Märchen Schneewitchen in Zusammenarbeit mit der Kronberger Laienspielschar aufführte. Somit war der Grundstock für die weitere Tätigkeit Gottschalks bei der Laienspielschar gelegt. Ein Glücksgriff wie noch heute aus Kreisen der Schauspielergruppe zu vernehmen ist. Noch im gleichen Jahr übernahm Gottschalk das Zepter des damaligen Regisseurs und musikalischen Leiters der Kronberger Laienspielschar, Wilhelm Lanthelme. Ihrem unermüdlichen Einsatz und überaus großen Engagement ist es zu verdanken, dass sich bereits 1972 unter Ihrer Leitung der Kinderchor gegründet hat, der auch noch heute unter dem Namen Kronberger Burgfinken sein künstlerisches und musikalisches Können unter Beweis stellt. Gottschalk selbst leitet den Chor von 1972 bis 1994. Zugleich galt es für die Jubilarin, einen gemischten Chor für die Laienspielschar aufzubauen. Der heutige, mit einer stattlichen Anzahl von 45 Sängern ausgestattete Chor rekrutiert sich einst aus einer kleinen Singtruppe, die immer häufiger bei den traditionellen Mundartabenden auftraten. Auch bei dem gemischten Chor schwingt Gottschalk seit 1972 den Taktstock.

Gottschalk, in Fachkreisen sehr geschätzt, erwarb sich im März 1977 beim Hessischen Sängerbund das Dirigentendiplom und besuchte zur Fortbildung das Konservatorium Dr. Hoch`s zwecks Vertiefung ihrer Arbeit. Das Jahr 1977 geht ebenfalls in die Annalen der Laienspielschar ein, den Gottschalk gründete das über die Grenzen der Stadt bekannte Burgtrio (damals noch als Duo) - liebevoll von Ihr als meine Männer bezeichnet, bestehend aus den Sängern Helmut Ebner, Klaus Temmen und Karl Hermann. Gottschalk selbst begleitet das Trio an der Orgel. Zusammen brillierte das Team auch bei Auftritten im Hessischen Rundfunk. Die klassischen Mundartabende dieser Gruppe sind immer wieder ein Hochgenuss für viele Zuhörer. Mit der Verleihung des Saalburgpreises zur Pflege des Kulturgutes Hessischer Mundart im Jahre 1994 wurde die Laienspielschar eine besondere Auszeichnung zuteil. Doch Gottschalk ist nicht nur für den Verein tätig. Zwischendurch erteilt die zweifache Mutter und Hausfrau Kindern Flötenunterricht.

Zu Ihrem 30-jährigen Dirigentenjubiläum überreichte Ihr Helmut Ebner im Namen des Vereins ein Präsent. Zudem sang der Chor ein Glückwunschlied. Auch die Sänger des Gesangvereins Schneidhain gratulierten der als bescheiden geltenden Gottschalk zum 30-jährigen Jubiläum, denn seit Oktober des vergangenen Jahres leitet sie den gemischten Chor im Stadtteil der Nachbarstadt Königstein.

(entnommen aus der Taunuszeitung vom 08.03.2002)